Alpenmarathon 2022

Es ist soweit. Alle Kontrollpunkte sind bekannt und die Route steht

Am Freitag dem 24. Juni 2022 ist es soweit. Der Alpenmarathon. Ich werde ab Mittag die Anreise nach Wonneberg bestreiten und dort beginnt für mich das Große Abenteuer.
Geplant sind ~ 875km quer durch Österreich bis zu Slowenischen Grenze.
Bei 8 Kontrollpunkte muss soweit ich bis jetzt informiert bin einige Fragen und Aufgaben gemeistert werden.
Als Fahrzeit sind, inkl. Pause ca. 15 Stunden veranschlagt. Ob das zu schaffen ist, werde ich noch sehen.

HAT 2022 – Hard Alpi Tour / Sanremo – Sestriere

Hard Alpi Tour: was ist das?

Unter dem Begriff „Adventouring“, einer Kombination aus Adventure und Touring, hat sich in den letzten Jahren eine Reihe von Events für die Fahrer großer Reiseenduros in Italien etabliert, die interessante Möglichkeiten bietet, um die stollenbereiften Maschinen artgerecht On/Offroad zu bewegen. 

Als bedeutendste Veranstaltung dieser Art findet die Hard Alpi Tour Sanremo – Sestriere jedes Jahr am ersten Septemberwochenende statt. Start ist im mondänen Badeort Sanremo an der italienischen Blumenriviera, die Strecke führt über bis zu 900 km On/Off in maximal 42 Stunden über die italienischen Seealpen in das Skiressort Sestriere westlich von Turin. 

Besonderes Kennzeichen der Veranstaltung: die 350 Teilnehmer fahren auch nachts! Dabei gibt es verschiedene Kategorien: die Discovery für Einsteiger mit einer Strecke von rund 450 km startet Samstagmorgen, die Klassik mit 550 km am Samstagnachmittag und die Extreme schließlich mit Start Freitagnacht und rund 900 km Strecke.

  • HAT Vintage, speziell für Motorräder, die vor 1984 zugelassen wurden
  • HAT Discovery, das Einstiegsmodell, dessen Route in zwei Tage ohne Nachtfahrt unterteilt ist
  • HAT Classic, die traditionelle 24-Stunden-Non-Stop-Fahrt
  • HAT Extreme, speziell für die „waghalsigsten“ Biker, die 36 Stunden lang fahren können und zwei Nächte fahren müssen. Begrenzte Plätze.

Die HAT SANREMO – SESTRIERE findet im September vom 2. bis 4. September 2022 statt.
Treffpunkt und Startpunkt ist SANREMO, Ankunftsort ist SESTRIERE.

Man darf nur im Team starten!

Wie stellt man im 21. Jahrhundert ein Team auf?

Richtig. Im Internet.
Hermann aus Wien hat in einer Facebookgruppe nach Mitfahrern gesucht und gefunden.

14th HAT SANREMO – SESTRIERE 2022

Team Vorstellung:
Mike / KTM aus dem Breisgau
Martin / Yamaha 1200 Tenere aus Niederösterreich
Philipp BMW 800 GS aus Wien
Hermann Honda CRF 250 aus Wien

Gefunden haben wir uns in der Facebook Gruppe „Offroad Touren„. Wir werden uns also ins besondere zwischen 2.bis 4. September in den Westalpen herum treiben und mit der HAT Classic 550km Offroad in 24h zurück legen.

Basis ist der Gran Bosco. Wenn also jemand in der Gegend ist und gerne eine gemeinsame Runde drehen möchte…..

Alpenmarathon 2022 – neuer Versuch

Alpenmarathon 2022
vom 24.-26.06.2022

2021 wegen Corona verschoben, 2022 findet er hoffentlich statt.

Martin wird die Mopedbande vertreten und in der höchsten Kategorie, 750km in 18 Stunden, starten
Wir freuen uns schon auf den Bericht darüber.

UM WAS GEHT ES?

INFORMATIONEN ZUM ALPENMARATHON

Der Alpenmarathon

Die Herausforderung für Motorrad-Langstreckenfahrer geht in die siebte Saison. Hunderte von Motorradfahrern machen sich Jahr für Jahr auf, ihre persönliche Performance zu beweisen. Einmal über den Alpenhauptkamm und zurück in weniger als 18 Stunden. Das alles lediglich auf Landstraßen, denn das Benutzen der Autobahn ist untersagt. Auf der Strecke werden, wie bei einer Rallye Kontrollpunkte, -zonen und Wertungsprüfungen angefahren und absolviert. Die Streckenlängen und -führungen varieren von Jahr zu Jahr jeweils nach den örtlichen Gegebenheiten und es werden etwa zwischen 550 bis 950 Kilometer erreicht.

  • Fester Start- und Zielort
  • Geschlossene Veranstaltung
  • Über den Alpenhauptkamm hin und zurück
  • Kontrollpunkte anfahren
  • Wertungsprüfungen erfüllen
  • Nur Landstraße – keine Autobahn oder Schnellstraße
  • Zeitliche Rahmen einhalten
  • Mototouristische Veranstaltung im Stil einer Rallye
  • KEIN RENNEN

Bis ana speibt, oder auch schwindlig fahren in Südtirol

Die Coronmaßnahmen sind wieder gelockert und wir fahren unsere obligatorische Donnerstag=Feiertag Tour.
Diesmal geht es nach Südtirol.

Anreise am Mittwoch. Abfahrt 11:00 in Merkenstetten Tankstelle.
Es geht unspektakulär über Hieflau, Gesäuse, Liezen, über das Ennstal zur 1. Tankpause kurz vor Bruck an der Glocknerstraße.
Unser heutiges Tagesziel ist das Gasthaus Bruggenwirt in Bruggen im Defereggental.

Nach Kaffee und einer Stärkung aus Marios Küchenkoffer geht es weiter zum 1. und beileibe nicht letztem Highlight dieser kurzen Reise.
Wir überqueren den Glockner.
Bei Traumwetter fahren wir hoch bis zur Edelweißspitze dem höchsten Punkt der Glocknerstraße. Ein Wahnsinns Panorama und nix los. Normalerweise sollte man den Glockner am Nachmittag meiden, aber Mittwochs und noch immer im Coronawahnsinn kann man den höchsten Berg Österreichs unter die Räder nehmen.

Nach einigen Fotostopps sind wir auch schon in Lienz und alsbald in Bruggen bei unserem Wirt.

Nach dem üblichen Abendprogramm geht es am nächsten Tag, nach sehr gutem Frühstück, weiter.

Erster Stopp beim Wegweiser Richtung Rinderschinken.

Danach rauf zum Staller Sattel über den wir die Grenze zu Italien erreichen.

Jetzt wird es episch:
Staller Sattel, Passo Valparola, Passo di Falzarego, Passo di Fedaia, Passo Pordoi, Passo Campolongo, Grödner Joch, Sela de Culac, Sellajoch,…
DIE Sella Runde!
Kurve um Kurve, eine bombastische Aussicht jagt die nächste. Und der Verkehr hält sich in Grenzen. Die Straßen sind manchmal asphaltierte Endurostrecken. Einige Lamborghinis, Porsches, Aston Martin und andere Sportwägen begegnen uns. Ebenso eine, wie ich finde noch überschaubare Anzahl an Motorrädern sind unterwegs.

Wenn man in Südtirol unterwegs ist, muss man, wie ich finde, das Handy die Route mit tracken lassen damit man später auch weiß wo man überall war. Gipfel rauf -> Gipfel runter -> Kurve links -> Kehre rechts. Die Gänge 4-6 sind auf solchen Strecken unnötig.
Am Abend erreichen wir Kaltern am Kalterer See und suchen ein Quartier.

Die nächsten Nächte verbringen wir im Hotel – Pension Rechtenthal. Laut Google und Booking ein furchtbares Hotel. Der Chef des Hauses ein eigenwilliger Typ. Unfreundlich und macht was er Will. Hier ist nicht der Gast König sondern der Wirt.
Wir haben es geliebt. Schade dass das Hotel womöglich noch 2021 geschlossen wird. Der Chef mag nicht mehr und geht in Pension.

Es ist Freitag, das Wetter hervorragend und das Frühstück ein Traum. Man kann aus dem Vollen schöpfen.
Gemeinsam überlegen wir die heutige Tour.

Wir fahren durch Bozen auf das Penser Joch vorbei an Sterzing zum 1. Highlight des Tages. Der Jaufenpass.
An der kleinen Hütte kurz unterhalb der Passhöhe machen wir Halt und trinken Kaffee. Der Wirt ein sympathischer Kerl erzählt einige Anekdoten die er im Laufe der Jahre schon erlebt hat. Einfach herrlich und ehrlich.
Er erzählt uns auch, dass am Nachmittag die Wintersperre am Stilfserjoch aufgehoben wird.
Weiter Richtung Österreich wo wir hoffen so weit wie möglich auf das Timmelsjoch zu kommen. Leider ist 9Km vor dem Pass die Straße gesperrt und wir müssen wieder umdrehen.
ABER: Ein weiterer Grund Südtirol nochmal zu besuchen. Das Timmelsjoch und der kauzige Wirt in Tramin.

Durch Meran fahren wir zum Gampenpass, umrunden den Lago di Santa Giustina und Carven über den Mendelpass wieder nach Tramin.
Knapp 300 km und 8.000hm haben wir heute erfahren. Toll.

Das Abendprogramm soll der Besuch auf einem Heurigen sein. Leider keinen Platz bekommen und somit Plan B.
Wie so oft ist Plan B nicht recht schlau aber geil.

Nächster Tag. Samstag. Stilfserjoch.

Nach dem Frühstück satteln wir die Motorräder und fahren wieder über den Mendelpass in Richtung Stelvio.
Es geht zügig bis zu einem Imposanten Skigebiet am Passo Tonale, wo wir in Ponte di Legno auf den Gaviapass abbiegen. Mit 2621m zählt er zu den höchsten Alpenpässen. (Platz 6)
Wir sind zum Glück Vormittags unterwegs, denn hier sind unzählige Fahrradfahrer auf dem Berg. Die Anfahrt von der Südseite ist ein wenig Enduro aber dafür sind unserer Motorräder ja auch gebaut.
Oben angekommen verweilen wir nur kurz um einige Fotos zu machen und machen den Abstieg Richtung Norden.

Heute ist es nicht die Menge an Pässen, sondern die Qualität derer. Ab Bormio beginnt die Straße wieder zu steigen und wir nähern uns dem Stelvio, das Stilfserjoch.
Die Aussichten ein Traum, die Kehren eng. Wir machen halt in einer Kehre und warten ein paar Minuten ob nicht vielleicht doch einer mit seiner BMW umfällt. Leider einfach noch zu wenig Verkehr heute. Nichts passiert, aber man sieht schon sehr interessante Fahrlinien.
Auf der Passhöhe ist schon gut was los und wir kaufen uns Bratwurst und Bier. Nach rund 30 Minuten Pause haben wir genug von der Kirtags Stimmung und nehmen die Ostrampe in Angriff. Hier sind die Kehren noch etwas enger und der Verkehr wird mehr. Aber für uns kein Problem.
Wir erreichen Prad und fahren auf der SS38 wieder Richtung Meran.
Ein weiteres Mal fahren wir auf den Jaufenpass und machen bei der netten Hütte unterhalb der Passhöhe wieder Halt.
Kaffee und nette Unterhaltung inklusiv.
Wenn man dort ist, unbedingt nach dem W-Lan Passwort fragen.
Der Fahrtag endet in Österreich, im Drautal im Ferienpark Putz.

Am nächsten Morgen geht es bei durchwachsendem Wetter über den Sölkpass mit obligatorischem Stop an der Tankstelle in Mooslandl wieder nach Hause.
Zu Hause angekommen stehen 1.780km mehr auf dem Tacho und sage und Schreibe sind wir 33.000 Höhenmeter gefahren.

Fazit: Alles Richtig gemacht. Südtirol ist der Hammer. Schreit nach Wiederholung.

Auf der Suche nach Österreichs schönsten Straßen

Da Rumänien Corona bedingt abgesagt, bzw. auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, waren wir auf der Suche nach Alternativen.

Auch Urlaubstechnisch war es für einige Mitglieder nicht möglich uns auf dem Kurztrip zu begleiten.
3 Mannen fuhren nach Italien, wo sie dem ACT folgten. Deren Erlebnisse stehen noch aus und werden nachgereicht.

Zu zweit fuhren wir Mittwochs gegen 14:00 Uhr los um am Abend in Völkermarkt einzutreffen. Es ging auf relativ direktem Weg über die Kaiserau Triebener Tauern Obdacher SattelKlippitztörl ins Gasthaus Rabl.

Nach einem ausgiebigen und leckeren Frühstück begann unser Abenteuer. Die Suche nach den schönsten Straßen Österreichs.
OK. Der Titel ist mir eigentlich erst beim nach Hause fahren eingefallen. Am Donnerstag war der Plan eigentlich die Tage im Friaul zu verbringen und dort die üblichen Schotterstraßen unsicher machen.
Die Fahrt ging zuerst Richtung Bad Eisenkappel um dort rechts abzubiegen zum Schaidasattel.

Rauf auf die Eisenkappelerhütte ist eine Mautstraße die 6€ kostet. Der Ausblick von der Hütte ist schon mal genial. Das Essen angeblich extrem lecker.
Wir genossen nur einen Kaffee und fuhren nach kurzer Pause wieder weiter.

Auf schmalen Straßen fahren wir dann über den Schaidasattel nach Ferlach und weiter über den Loiblpass nach Slowenien.
An der Grenze wurden kurz die Ausweise kontrolliert und die Fahrt geht auf Nebenstraßen nach Kranjska Gora.
Auf dem See war nicht viel los, und darum stärken wir uns noch schnell mit Kaffee und Orangensaft bevor wir den Vršičpass in Angriff nehmen.

Den Mangart lassen wir aus, fahren über den Predilpass und nehmen den oder die Sella Nevea unter die Räder. Im Kanaltal angekommen fahren wir Richtung Monte San Simeone, den wir auch noch auf den Plan haben. Doch die Uhr ist gegen uns, und so entscheiden wir uns wieder Richtung Norden – sprich Österreich zu fahren.
Wir wollen uns ein Quartier in Kötschach-Mauthen suchen und werden mit dem Birkenhof fündig.
Absolut empfehlenswert. Top Zimmer zu vernünftigen Preis – Tolles Frühstück – Tolle Gastgeberin.

Tolles Frühstück, toller Plan: Straniger Alm – Lanzen Pass – Panoramica delle Vette – ???

Also rauf auf die Straniger Alm, wo wir dann gleich mal Pause machen und bei einem Gespräch mit anderen Motorradfahrern erfahren, dass die Panoramica wohl wieder geschlossen ist, so wie einige andere Schotter Strecken im Friaul.
EGAL. Wir fahren nach Ravascletto und steigen in die Panoramica ein. Nach nicht mal 3 km ist aber an einer Absperrung Schluss.
Also zur anderen Seite und über den Monte Crostis. Auf dem Hochplateau angekommen, war auch dort sehr bald Schluss.
Kurze Pause im Rifugio Chiadinas und die Fahrt geht weiter.
Im Tal angekommen wird ein neuer Plan geschmiedet

Neuer Plan: Staller Sattel.

Auf dem Weg dort hin nehmen wir ein das Forcella Lavardet mit. Letztes Jahr war auch dort an einer Stelle kein vorbei kommen. Jetzt sieht es anders aus. Der Weg ist komplett neu.
Auch jetzt wieder teilweise auf Nebenstraßen unterwegs. Vorbei an schönen Bergen und durch kleine Dörfer. Wir fahren am Rand der Dolomiten und erreichen bald Südtirol. Plötzlich ist alles wieder auf Deutsch angeschrieben. Wir haben Glück und müssen nur gute 5 Minuten warten bis die Ampel auf Grün springt und wir die Fahrt auf den Staller Sattel in Angriff nehmen. Genial.
Auf der Passhöhe angekommen eröffnet sich ein Panorama das ich nur aus den Westalpen kenne. Absolut sehenswert.
Wir haben noch knapp 100 km vor uns und unser Freund wartet schon im Quartier. Also hopp,hopp.

Als wir im Birkenhof ankommen wartet schon unser Bier auf dem Tisch. Sehr gut.
Abendessen – Plan für morgen schmieden.