Bis ana speibt, oder auch schwindlig fahren in Südtirol

Die Coronmaßnahmen sind wieder gelockert und wir fahren unsere obligatorische Donnerstag=Feiertag Tour.
Diesmal geht es nach Südtirol.

Anreise am Mittwoch. Abfahrt 11:00 in Merkenstetten Tankstelle.
Es geht unspektakulär über Hieflau, Gesäuse, Liezen, über das Ennstal zur 1. Tankpause kurz vor Bruck an der Glocknerstraße.
Unser heutiges Tagesziel ist das Gasthaus Bruggenwirt in Bruggen im Defereggental.

Nach Kaffee und einer Stärkung aus Marios Küchenkoffer geht es weiter zum 1. und beileibe nicht letztem Highlight dieser kurzen Reise.
Wir überqueren den Glockner.
Bei Traumwetter fahren wir hoch bis zur Edelweißspitze dem höchsten Punkt der Glocknerstraße. Ein Wahnsinns Panorama und nix los. Normalerweise sollte man den Glockner am Nachmittag meiden, aber Mittwochs und noch immer im Coronawahnsinn kann man den höchsten Berg Österreichs unter die Räder nehmen.

Nach einigen Fotostopps sind wir auch schon in Lienz und alsbald in Bruggen bei unserem Wirt.

Nach dem üblichen Abendprogramm geht es am nächsten Tag, nach sehr gutem Frühstück, weiter.

Erster Stopp beim Wegweiser Richtung Rinderschinken.

Danach rauf zum Staller Sattel über den wir die Grenze zu Italien erreichen.

Jetzt wird es episch:
Staller Sattel, Passo Valparola, Passo di Falzarego, Passo di Fedaia, Passo Pordoi, Passo Campolongo, Grödner Joch, Sela de Culac, Sellajoch,…
DIE Sella Runde!
Kurve um Kurve, eine bombastische Aussicht jagt die nächste. Und der Verkehr hält sich in Grenzen. Die Straßen sind manchmal asphaltierte Endurostrecken. Einige Lamborghinis, Porsches, Aston Martin und andere Sportwägen begegnen uns. Ebenso eine, wie ich finde noch überschaubare Anzahl an Motorrädern sind unterwegs.

Wenn man in Südtirol unterwegs ist, muss man, wie ich finde, das Handy die Route mit tracken lassen damit man später auch weiß wo man überall war. Gipfel rauf -> Gipfel runter -> Kurve links -> Kehre rechts. Die Gänge 4-6 sind auf solchen Strecken unnötig.
Am Abend erreichen wir Kaltern am Kalterer See und suchen ein Quartier.

Die nächsten Nächte verbringen wir im Hotel – Pension Rechtenthal. Laut Google und Booking ein furchtbares Hotel. Der Chef des Hauses ein eigenwilliger Typ. Unfreundlich und macht was er Will. Hier ist nicht der Gast König sondern der Wirt.
Wir haben es geliebt. Schade dass das Hotel womöglich noch 2021 geschlossen wird. Der Chef mag nicht mehr und geht in Pension.

Es ist Freitag, das Wetter hervorragend und das Frühstück ein Traum. Man kann aus dem Vollen schöpfen.
Gemeinsam überlegen wir die heutige Tour.

Wir fahren durch Bozen auf das Penser Joch vorbei an Sterzing zum 1. Highlight des Tages. Der Jaufenpass.
An der kleinen Hütte kurz unterhalb der Passhöhe machen wir Halt und trinken Kaffee. Der Wirt ein sympathischer Kerl erzählt einige Anekdoten die er im Laufe der Jahre schon erlebt hat. Einfach herrlich und ehrlich.
Er erzählt uns auch, dass am Nachmittag die Wintersperre am Stilfserjoch aufgehoben wird.
Weiter Richtung Österreich wo wir hoffen so weit wie möglich auf das Timmelsjoch zu kommen. Leider ist 9Km vor dem Pass die Straße gesperrt und wir müssen wieder umdrehen.
ABER: Ein weiterer Grund Südtirol nochmal zu besuchen. Das Timmelsjoch und der kauzige Wirt in Tramin.

Durch Meran fahren wir zum Gampenpass, umrunden den Lago di Santa Giustina und Carven über den Mendelpass wieder nach Tramin.
Knapp 300 km und 8.000hm haben wir heute erfahren. Toll.

Das Abendprogramm soll der Besuch auf einem Heurigen sein. Leider keinen Platz bekommen und somit Plan B.
Wie so oft ist Plan B nicht recht schlau aber geil.

Nächster Tag. Samstag. Stilfserjoch.

Nach dem Frühstück satteln wir die Motorräder und fahren wieder über den Mendelpass in Richtung Stelvio.
Es geht zügig bis zu einem Imposanten Skigebiet am Passo Tonale, wo wir in Ponte di Legno auf den Gaviapass abbiegen. Mit 2621m zählt er zu den höchsten Alpenpässen. (Platz 6)
Wir sind zum Glück Vormittags unterwegs, denn hier sind unzählige Fahrradfahrer auf dem Berg. Die Anfahrt von der Südseite ist ein wenig Enduro aber dafür sind unserer Motorräder ja auch gebaut.
Oben angekommen verweilen wir nur kurz um einige Fotos zu machen und machen den Abstieg Richtung Norden.

Heute ist es nicht die Menge an Pässen, sondern die Qualität derer. Ab Bormio beginnt die Straße wieder zu steigen und wir nähern uns dem Stelvio, das Stilfserjoch.
Die Aussichten ein Traum, die Kehren eng. Wir machen halt in einer Kehre und warten ein paar Minuten ob nicht vielleicht doch einer mit seiner BMW umfällt. Leider einfach noch zu wenig Verkehr heute. Nichts passiert, aber man sieht schon sehr interessante Fahrlinien.
Auf der Passhöhe ist schon gut was los und wir kaufen uns Bratwurst und Bier. Nach rund 30 Minuten Pause haben wir genug von der Kirtags Stimmung und nehmen die Ostrampe in Angriff. Hier sind die Kehren noch etwas enger und der Verkehr wird mehr. Aber für uns kein Problem.
Wir erreichen Prad und fahren auf der SS38 wieder Richtung Meran.
Ein weiteres Mal fahren wir auf den Jaufenpass und machen bei der netten Hütte unterhalb der Passhöhe wieder Halt.
Kaffee und nette Unterhaltung inklusiv.
Wenn man dort ist, unbedingt nach dem W-Lan Passwort fragen.
Der Fahrtag endet in Österreich, im Drautal im Ferienpark Putz.

Am nächsten Morgen geht es bei durchwachsendem Wetter über den Sölkpass mit obligatorischem Stop an der Tankstelle in Mooslandl wieder nach Hause.
Zu Hause angekommen stehen 1.780km mehr auf dem Tacho und sage und Schreibe sind wir 33.000 Höhenmeter gefahren.

Fazit: Alles Richtig gemacht. Südtirol ist der Hammer. Schreit nach Wiederholung.

Auf der Suche nach Österreichs schönsten Straßen

Da Rumänien Corona bedingt abgesagt, bzw. auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, waren wir auf der Suche nach Alternativen.

Auch Urlaubstechnisch war es für einige Mitglieder nicht möglich uns auf dem Kurztrip zu begleiten.
3 Mannen fuhren nach Italien, wo sie dem ACT folgten. Deren Erlebnisse stehen noch aus und werden nachgereicht.

Zu zweit fuhren wir Mittwochs gegen 14:00 Uhr los um am Abend in Völkermarkt einzutreffen. Es ging auf relativ direktem Weg über die Kaiserau Triebener Tauern Obdacher SattelKlippitztörl ins Gasthaus Rabl.

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Nach einem ausgiebigen und leckeren Frühstück begann unser Abenteuer. Die Suche nach den schönsten Straßen Österreichs.
OK. Der Titel ist mir eigentlich erst beim nach Hause fahren eingefallen. Am Donnerstag war der Plan eigentlich die Tage im Friaul zu verbringen und dort die üblichen Schotterstraßen unsicher machen.
Die Fahrt ging zuerst Richtung Bad Eisenkappel um dort rechts abzubiegen zum Schaidasattel.

Rauf auf die Eisenkappelerhütte ist eine Mautstraße die 6€ kostet. Der Ausblick von der Hütte ist schon mal genial. Das Essen angeblich extrem lecker.
Wir genossen nur einen Kaffee und fuhren nach kurzer Pause wieder weiter.

Auf schmalen Straßen fahren wir dann über den Schaidasattel nach Ferlach und weiter über den Loiblpass nach Slowenien.
An der Grenze wurden kurz die Ausweise kontrolliert und die Fahrt geht auf Nebenstraßen nach Kranjska Gora.
Auf dem See war nicht viel los, und darum stärken wir uns noch schnell mit Kaffee und Orangensaft bevor wir den Vršičpass in Angriff nehmen.

Den Mangart lassen wir aus, fahren über den Predilpass und nehmen den oder die Sella Nevea unter die Räder. Im Kanaltal angekommen fahren wir Richtung Monte San Simeone, den wir auch noch auf den Plan haben. Doch die Uhr ist gegen uns, und so entscheiden wir uns wieder Richtung Norden – sprich Österreich zu fahren.
Wir wollen uns ein Quartier in Kötschach-Mauthen suchen und werden mit dem Birkenhof fündig.
Absolut empfehlenswert. Top Zimmer zu vernünftigen Preis – Tolles Frühstück – Tolle Gastgeberin.

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Tolles Frühstück, toller Plan: Straniger Alm – Lanzen Pass – Panoramica delle Vette – ???

Also rauf auf die Straniger Alm, wo wir dann gleich mal Pause machen und bei einem Gespräch mit anderen Motorradfahrern erfahren, dass die Panoramica wohl wieder geschlossen ist, so wie einige andere Schotter Strecken im Friaul.
EGAL. Wir fahren nach Ravascletto und steigen in die Panoramica ein. Nach nicht mal 3 km ist aber an einer Absperrung Schluss.
Also zur anderen Seite und über den Monte Crostis. Auf dem Hochplateau angekommen, war auch dort sehr bald Schluss.
Kurze Pause im Rifugio Chiadinas und die Fahrt geht weiter.
Im Tal angekommen wird ein neuer Plan geschmiedet

Neuer Plan: Staller Sattel.

Auf dem Weg dort hin nehmen wir ein das Forcella Lavardet mit. Letztes Jahr war auch dort an einer Stelle kein vorbei kommen. Jetzt sieht es anders aus. Der Weg ist komplett neu.
Auch jetzt wieder teilweise auf Nebenstraßen unterwegs. Vorbei an schönen Bergen und durch kleine Dörfer. Wir fahren am Rand der Dolomiten und erreichen bald Südtirol. Plötzlich ist alles wieder auf Deutsch angeschrieben. Wir haben Glück und müssen nur gute 5 Minuten warten bis die Ampel auf Grün springt und wir die Fahrt auf den Staller Sattel in Angriff nehmen. Genial.
Auf der Passhöhe angekommen eröffnet sich ein Panorama das ich nur aus den Westalpen kenne. Absolut sehenswert.
Wir haben noch knapp 100 km vor uns und unser Freund wartet schon im Quartier. Also hopp,hopp.

Als wir im Birkenhof ankommen wartet schon unser Bier auf dem Tisch. Sehr gut.
Abendessen – Plan für morgen schmieden.

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Samstag. Wir sind jetzt zu dritt unterwegs und fahren zuerst einmal auf die Goldeck Panoramastraße. Die Fahrt auf der 14 km langen Strecke ist mautpflichtig und kostet €8,50. Am Parkplatz angekommen machen wir Pause bei Kaffee und Kuchen.

Nächster Programmpunkt ist die Fahrt ins Maltatal zur Kölnbreinsperre. Die Fahrt ins Maltatal wird begleitet von einigen Wasserfällen entlang der Straße. Die Mautpflichtige Straße (€11,50) ist 14,4km lang, teilweise mit Ampelregelung nur einspurig befahrbar, führt durch einige Felstunnel und endet an Österreichs höchster Staumauer in 1.933m.
Und wieder gibt es eine Pause. Wir beobachten wie die Schafe von dem umliegenden, weitläufigen Almgebiet abgeholt werden, wandern auf der Staumauer und blicken in die Tiefe vom Skywalk.

Wir fahren weiter zu den „Nocky Mountains“. Die 34 km lange mautpflichtige (€13,50) Nockalmstraße zwischen Innerkrems im Norden und Ebene Reichenau im Süden ist zweifellos eine der abwechslungsreichsten und schönsten Alpenstraßen. Auch wir fahren sie von Nord nach Süd.
Entlang der Streck gibt es einige Almhütten die zum einkehren Einladen. Wir aber bleiben auf der Hauptstrecke und machen nur kurz im Almgasthaus Zechneralm Rast.
Dazwischen genießen wir die Streckenführung und machen nur kurze Fotostopps.
Endziel des heutigen Tages ist die Turracher Höhe wo wir im Sundance Mountain Resort und Spa einchecken.
Abendessen gibts in der K-Alm. Tolles Ambiente, nette Bedienung und das wichtigste gut gegessen und getrunken.

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Nach dem sehr reichlichem Frühstücksbuffet geht am Sonntag die Fahrt über Murau und den Sölkpass wieder nach Hause.
Den Sölkpass bin ich erst einmal gefahren, und das ist schon wieder 6 Jahre her. Schade. Absolut fahrenswert schon alleine wegen der Hochalpinen Landschaft. Außerdem laden entlang der Strecke einige Almen zur Einkehr. Der Sölkpass sollte auf jeder ToDo Liste stehen.

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Fazit: Alles Richtig gemacht. Schotter kann man, muss man aber nicht um Spaß zu haben. Die Panoramica ist noch immer nicht gefinished, dafür Forcella Lavardet. Dolomiten und Südtirol muss nochmal sein. Schon alleine wegen dem Rinderschinken.
Aber das wichtigste: Wir haben in Österreich wirklich wundervolle schöne Straßen, die man unbedingt einmal gefahren haben sollte.

Rumänien abgesagt

Aufgrund der beschissenen Covid 19 Situation müssen wir unsere Reise nach Rumänien absagen.

Stattdessen werden wir Österreich bereisen und hier einige Tage verbringen. Rumänien werden wir ein anderes mal besuchen. Garantiert.

Die Route steht

So, oder so ähnlich soll es im Herbst 2020 laufen.
Route und Track sind bearbeitet und gespeichert. Navigiert wird wie die letzten Jahre auch schon mit dem Handy.
Normalerweise mit der App „Calimoto“. Diese kann oder will einfach sich nicht an den Track halten.
Also gibt es heuer zum 1. mal die App „Kurviger“
Mal schauen.

Rumänien 2020 – Die ersten Vorbereitungen

Auf den Spuren des ACT. Adventure Country Track

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Vom 10.-20. September wird ein Teil der Mopedbande durch Rumänien fahren und dem ACT folgen.

Die ersten Ideen kamen schon bei unserer Friaultour 2019. Dort wurde schon intensiv über den ACT Rumänien gesprochen. Noch im gleichen Jahr wurde der Track heruntergeladen und ein klein wenig modifiziert.

  • 8 reine Fahrtage sind geplant
  • Besuch des Dracula Schlosses
  • Besuch des Salzbergwerkes in Turda. Dem wohl tiefsten Freizeitparkes der Welt
  • Fröhlicher Friedhof
  • Bicaz-Schlucht
  • Transalpina
  • Transfogaraschan
  • Und so nebenbei natürlich der ACT

Um nur ein paar Highlights zu nennen.

Anreise mit dem Auto nach Baia Mare um von dort die geplanten 2.300Km in Angriff zu nehmen.

Friaul 2019

Mit dem BMW – Fahrer über Stock und Stein

Unsere jährliche Reise über das lange Wochenende ging diesmal nicht wie die letzten Jahre nach Kroatien, sondern ins Friaul.
Der Wettergott meinte es nicht besonders gut, als wir am Mittwoch nach nur einer Stunde Fahrt bereits das Regengewand überziehen mussten.
Ab Admont fahren wir die restlichen 300km im Regen bis wir das Quartier in Comeglians im Friaul erreichen.

Kurz die Zimmer beziehen und aus dem nassen Gewand.
Beim gemeinsamen Abendessen wird die Route für den nächsten Tag bestimmt.
Die Panoramica delle Vette soll es werden, da der Wetterbericht Vormittags noch Sonnenschein ankündigt.

Tag 1 im Friaul, aber Tag 2 der Reise

Nach einem Italien typischen Frühstück (angeblich), ging es bei schönstem Wetter los. Von Comeglians  nach Ravascletto, dem östlichen Einstieg zur Panoramica.
Nach einigen Kilometer war Schluss. Ein Forstfacharbeiter hat gesagt:“ Straße gesperrt“.
Also umdrehen und zurück nach Comeglians, von dort nach Tualis ,dem westlichen Einstieg.

Die Strecke ist zu Beginn recht steil und eng und zieht sich in vielen Kehren recht flott von 700 m hinauf auf knapp 2000 m Höhe.
Die Kehren teilweise so eng, dass man auf den 1. Gang zurück muss.
Am Kamm angekommen, weiß man sofort warum wir uns auf der Panoramica befinden. Der Ausblick ist absolut genial.
Nun geht es auf Schotter weiter, der aber absolut leicht zu fahren ist und auch mit Straßenmotorräder bezwungen werden kann.
Am Rifugio Chiadinas eingekehrt und eine Kleinigkeit gegessen. Selbstgemachte Nudeln mit Bolognese – lecker.
Bis aber alle 8 Personen den Weg zum Rifugio gefunden haben und vom Hüttenwirt versorgt sind vergehen leider knapp 2 Stunden.

Egal

Weiter gehts Richtung Osten auf der Suche nach der Straßensperre.
Noch lacht er, unser BMW – Fahrer mit seiner dicken GS1200.

Von den Geländewagen Fahren wissen wir schon, dass die Straße nur erschwert passierbar ist.
Aber kein Problem für uns, und auch die BMW schlägt sich wacker.
Doch nach einigen Kilometern ist Schluss. Straße gesperrt – bzw. wurde uns gesagt Straße eigentlich nicht mehr vorhanden.
Also wieder zurück.

Wieder im Tal angekommen nehmen wir Kurs Richtung Zoufplan .
Unterwegs noch schnell einen kurzen Boxenstop in einer kleinen Bar, damit uns das Schlechte Wetter sicher einholt. Und genau so war es dann. Nicht einmal die Hälfte geschafft und schon nass bis auf die Knochen.
Bergab dann noch kurzer Hagelschauer.

Jetzt wird die Gruppe geteilt.
4 ins Quartier, 4 auch ins Quartier aber über einen anderen Berg – den Monte Zoncolan. Genial.

Abends dann noch auf Burger und Bier im River´s Pub.

Tag 3 Wetter gut. Batterie der Africa Twin Tod.

Heute wollen wir zum Passo della Forcella. Es geht über Schotter, Schotter und Schotter auf die Almen. Stundenlang fahren wir rauf und runter. Auf einer Alm kehren wir ein und trinken Kaffee und Orangensaft.
Das Erlebte kann mit Worten kaum beschrieben werden. Die Wege und Aussichten sind beeindruckend.

Zurück von den Almen geht die Reise weiter, vom Süden kommend Richtung Forcella Lavardet
Ein Höhepunkt jagt den anderen. Die Strecke zu den Asphaltierten Kehren ist zwar gesperrt, aber wir fahren trotzdem.
Und das hat sich so richtig ausgezahlt.
Kurz nach den Kehren ist aber dann Schluss. Straße auf einer Länge von 50m einfach weggerissen vom Hochwasser.

Dem Unwetter in der Mittagszeit konnten wir gemütlich entkommen und nutzten die Zeit um zu Essen.

Nach dem Essen fahren wir in Richtung Lago di Sàuris.
Vorbei an Ampezzo geht es durch die Lumieischlucht . Die Tunnel aus dem Felsen gehackt, die Beleuchtung schlecht und der Straßenbelag sieht rutschig aus. Aber die Streckenführung ein Traum.
Am Lago di Sauris machen wir Pause und fahren als die dunklen Gewitterwolken immer mehr werden retour Richtung Quartier.
Diesmal geht es über den Passo del Pura. Auch hier geht es zuerst durch einen spärlich beleuchteten Felstunnel bevor sich die Straße durch den Wald auf 1425m windet.
Im Quartier lassen wir uns noch schnell für ein wenig Speck und Käse das Geld aus der Tasche ziehen und gehen, für unsere Verhältnisse, früh zu Bett um für die für morgen geplante Fahrt auf die Straniger Alm Fit zu sein

Tag 4: Ein Guter Morgen sieht anders aus!

Noch ist es trocken. Die Frage ist aber nicht ob Regen kommt, sondern wann der Regen kommt. Das wir heute Nass werden ist fix.
Wir entscheiden uns die Straniger Alm auszulassen und fahren über den Monte Zoncolan in Richtung Heimat.
Die erste Stunde ist noch trocken und so können wir die Fahrt über den Zoncolan noch genießen. Aber kurz darauf beginnt das Martyrium und wir kämpfen uns im Regen bis ins Gasthaus Schafferwirt wo wir komplett durchnässt einmarschieren und trotz allem herzlich Willkommen werden. Jetzt ist von der Strecke ungefähr Halbzeit und der Regen ist eigentlich seit einiger Zeit ein Gewitter. Ich wäre für dortbleiben, ansaufen und schlafen aber der Rest der Mopedbande will weiter.
Und so nehmen wir nach Schweinsbraten und Tee die letzten 200Km in Angriff.


Beim Routinestop in Mooslandl ist es schon trocken und dort erfahren wir das es den ganzen Tag schön war und nur wir Deppen im Regen fuhren.
Nach kurzer Pause geht es weiter und wir können bis nach Hause etwas auftrocknen.

Fazit: Alles Richtig gemacht. Für das Wetter kann ja keiner etwas. Das Friaul ist mit Garantie eine Wiederholung Wert. Wir waren eine große Partie mit neuen Mitreisenden und haben uns auf Anhieb prächtig verstanden.
Die Reise 2020 wurde schon im Friaul verhandelt und soll uns nach Rumänien führen.

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Kroatien 2018

Oder wie ich es genannt habe: Auf nach Jugoslawien (Arbeitstitel Mali Alan)

Seit unserer 1. Reise nach Kroatien sind jedes Jahr einige von uns in unserem Lieblingsreiseland.
Ob mit dem Motorrad oder mit Auto und Fahrrad.
Auch 2018 ging es in einer kleinen Gruppe wieder über ein verlängertes Wochenende nach „Jugoslawien“.

Alle Zimmer vorab gebucht um keine Zeit mit Quartier Suche zu verschwenden. Also alle Tagesziele stehen schon vorab fest.

Abfahrt 17:00 Uhr mit Regen und sogar Hagel.
Geschlafen im 1. Indoor Campingplatz Österreichs in Löllinggraben. Der leider aktuell (2020) geschlossen ist.
Am Weg dorthin schon die 1. Schmankerl durchfahren.

 Am 2. Tag ging es nach einem ausgiebigen Frühstück weiter

  • zum Luschasattel 1295m, der 1. Offroadetappe heute,
  • der Grenzübertritt auf dem Paulitschsattel 1338m
  • über kleinste Straßen durch Slowenien um dann auf der Autobahn Slalom durch den Stau zu fahren.
  • Zum „Bärenwirt“ nach Masun, um dort lecker zu essen.
    Wir haben uns natürlich einen Bärenbraten genehmigt.

Gestärkt geht es so direkt es möglich ist zur Unterkunft nach Senj

Am 3. Tag ging die Reise weiter um als 1. Tages Highlight durch den Nationalpark Nördlicher Velebit zu fahren.
Dieser ist eigentlich für die Durchfahrt gesperrt und die Straße durch einen Schranken verschlossen, aber wer beim Eingang nett nachfragt, wird das O.K bekommen mit dem Tipp einfach um den Schranken herumzufahren.
Auf den ersten Kilometer noch viele Wanderer unterwegs, aber als der Weg nur mehr durch den Wald verläuft, sind wir alleine.

Zurück auf der Magistrale ist unser nächstes Ziel das Pueblo Winnetou.
Weiter auf Winnetous Spuren zum Mali Alan wo ich ein kleines Hoppala habe. Die Straße steht nicht umsonst auf der dangerousroads Homepage.
Nördlich vom Velebit Gebirge angekommen peilen wir unser letztes gebuchtes Quartier an.

Es geht zur Überraschung meiner 2 Mitfahrenden heute für eine Nacht nach Bosnien.
Der Grenzübertritt ist Abenteurer würdig, mitten durch einen Wald. Kurz noch die Wasserfälle von Martin_Brod angesehen und in unser tolle Unterkunft in Kulen Vakuf eingecheckt.

Tag 4 und ein neuer Anführer.

Da meine Naviapp Calimoto eine online Verbindung braucht um zu laden, muss heute Wolf den Führer machen.
Schließlich hat er ja einen Thomas-Thomas als Beifahrer zum 40. bekommen.
Also als Ziel die Heimat eingegeben und auf und in Woif noch.
Unser 1. Versuch Bosnien zu verlassen ging in die Hose, weil an der Grenze im Wald die Polizei stand und uns erklärte wir dürfen hier nicht das Land verlassen.
Der offizielle Grenzübergang befand sich ca. 50 Km nördlich den wir bald erreicht haben.
Unterwegs sieht man immer noch wie schwer hier im Jugoslawien Krieg gekämpft wurde. Überall findet man noch die Einschusslöcher in den Häusern. Sogar mitten in der Stadt auf einem großen Wohnblock.

Kurzer Stopp an den Plitvicer Seen die auch schon im Mai von Touristen überrollt werden.

Irgendwo am Weg nach Slowenien kamen wir an einem lecker Lamm vorbei.
Natürlich mussten wir stehen bleiben und etwas davon essen.
Vollgefressen ging es weiter.

In Kroatien noch haben wir unterwegs eine Biker Bar gefunden, wo wir natürlich eingekehrt sind und etwas getrunken haben.
Danach immer Richtung Heimat unterwegs und bei schon schwarzem Himmel eine Junggesellen Feier getroffen.
Von ihnen bekamen wir einige Cevapcici.
Wir hatten Glück mit dem Wetter und kamen nur leicht angefeuchtet in das Quartier.

Nach dem sehr guten und ausgiebigem Frühstück ging es am direkten Weg nach Hause. Zum Mittagessen saßen wir schon beim Mostheurigen in Purgstall.

Ziemlich genau 1.600 Km sind wir in den 5 Tagen gefahren. Davon waren sicher 200 Km Schotter,
2 Umfaller hatten wir.
Gut gegessen und gut getrunken.
Bosnien hat uns gefallen.

Korsika 2016

Die Vorbereitungen für die Reise nach Korsika laufen schon auf Hochtouren.

Geplante Reise ist in den 1. zwei Septemberwochen.
Abfahrt Freitag Nachmittag nach Wien, um im Nachtzug am Samstag 8:40 Livorno zu erreichen, wo wir am Nachmittag die Fähre nach Bastia besteigen werden.

Die Reisegruppe dürfte heuer etwas größer werden. Aktuell wird von 9 Personen ausgegangen.

Mein Plan Korsika nach einer Woche zu verlassen und die Heimreise über diverse Kammstraßen wie z.B. Die Ligurische Grenzkammstraße anzutreten muss noch ausdiskutiert werden.
Vielleicht werden wir die Gruppe teilen und zu zweit oder auch zu fünft per Achse nach Hause fahren.

Die geplante Heimreise wird dann je nach Wetter täglich neu entschieden.

Da ich Urlaubstage sparen muss und mein Sohn am 6. September Geburtstag hat, darf ich ein paar Tage später als meine Freunde die Reise antreten.
Entweder am Dienstag gegen 16:00 Uhr Abfahrt auf der Autobahn bis zum Brenner und Nächtigung in Sterzing. (420km)
Weiterfahrt am Mittwoch über das Stilfserjoch und den  Lago Maggiore nach Savona und mit der Nachtfähre nach Korsika. (650km)

Oder aber wenn das Wetter nicht mitspielt am Mittwoch Abend mit dem Autoreisezug von Wien nach Livorno und am Donnerstag mit der Fähre nach Korsika.

15.2.2016: Ein Update zur geplanten Reise:

Es wird definitiv mit dem Zug die Heimreise bestritten. (Ich wahrscheinlich auch)
Ich werde dafür ein paar Tage für die Anreise nach Korsika einplanen und ein paar Passstraßen mitnehmen. Evtl. sogar die LGKS.
Abfahrt am 7. September stressfrei um ca. 9:00 Uhr, Kilometerfressen bis zum Brenner, über das Stilfserjoch bis Sondrio. (~700km)
Am 2. Tag über den Laggo Maggiore bis ins Aostatal und von dort dann in den nächsten 2 Fahrtagen über Nizza nach Korsika.
Somit geplante Ankunft auf der Insel am Sonntag zum Frühschoppen.

Somit bleiben 4 Fahrtage auf Korsika, bevor wir am Donnerstag Mittags die Insel verlassen müssen um den -Autoreisezug von Livorno nach Wien zu erreichen.

03.03.2016:  Wieder mal ein neuer Plan

Es hat sich jetzt einer gefunden der auch mit dem Gedanken spielt per Achse nach Hause zu fahren.
Somit werde ich ebenso am 2. September mit dem Zug nach Livorno reisen, aber wir werden Korsika nach einer Woche verlassen und in 4 bis max. 5 Fahrtagen die Heimat über diverse Passstraßen erreichen.
Geplant werden Tagesetappen von ca. 400-500km. Sollte kein Problem werden, da mein Mitreisender auf einer Transalp, und ich hoffentlich schon auf einer Africa Twin unterwegs sein werden.
Zur Zeit habe ich eine Route über die „Route des Grandes Alpes“ und einige Schweizer Pässe im Hinterkopf.
Wir werden aber auch in Monte Carlo am besten Platz der Stadt einen Kaffee trinken.
Ich bin schon gespannt wie sich die Heimfahrt entwickeln wird.

Mai 1016
Die Reise steht.

Zu 6. werden wir am 2. September den Reisezug besteigen und am Samstag am späten Abend schon in Korsika ein Quartier suchen.
Nach einer Woche auf Korsika werden wir zu 2. die Insel verlassen und die Heimreise über Cannes, Nizza, Monaco, die Ligurische Grenzkammstraße, den Tunnel Parpaillon, die 5 höchsten Pässe Europas und andere Schmankerl antreten.

  1. kommt es anders 2. als man denkt.

Die Reise ist jetzt leider schon wieder einige Wochen zurück.
Aus der ursprünglichen Gruppe von 9 Personen sind in Wirklichkeit nur 5 geworden. Was aber dem Spaß und der Gruppendynamik nicht geschadet hat.

Tag 1. Freitag, Anreise nach Wien zum Zug.

Nach mehrmaligen Sitzungen in denen versucht wurde die nötigsten Dinge auf die 5 Motorräder aufzuteilen, damit nicht jeder Werkzeug, Pannenspray, Rasierschaum, Gaskocher und dergleichen mitschleppt ging es am 2. September gegen 15:00Uhr dann endlich los.

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Ich hatte GottseiDank nichts vergessen und war pünktlich mit dem packen fertig geworden. Ich war das Proviant Motorrad und hatte für 4 Tage Vollverpflegung in Form von diversen Fertiggerichten in Dosen mit.

Die Fahrt zum Hauptbahnhof nach Wien ging auf direktem Weg über Bundesstraßen ohne groß Pause zu machen mit leichtem Regenschauer schnell vorbei. In Wien angekommen wurden sehr rasch die Motorräder aufgeladen. So ein Autoreisezug ist mit einer Durchfahrtshöhe von ca.170cm nicht gerade hoch und so mussten wir feststellen, wenn man sich nicht auf den Tank legt, stößt man durchaus mal mit dem Helm an.

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Die Motorräder sind verladen und der gemütliche Teil der Reise kann beginnen. Der Abend ist nett und bei Bier und Gulaschsuppe wird schon mal freudig über die kommende Zeit diskutiert.

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Tag 2. Samstag, Livorno – Korsika

Um 5 Uhr morgens kann ich nicht mehr schlafen und die Luft im Abteil hat einen Sauerstoffanteil der gegen Null tendiert. Also aufgestanden und im Nachbarwagon ein Fenster zum Öffnen gefunden. Dort sind wir dann zu 2. gestanden und haben uns unterhalten, bis sich jemand über den „Lärm“ aufgeregt hat.
Also zurück ins Abteil und nochmal eine Runde schlafen.

Livorno. Das 1. Etappenziel ist erreicht. Wir steigen aus und warten auf die Motorräder. Als wir nach einer knappen Stunde dann endlich Abfahren können machen wir uns auf dem Weg zum Hafen. Der Plan nach dem Ticketkauf noch die Stadt Pisa zu besuchen, wird verworfen, weil zeitlich zu riskant. So sitzen wir am Hafen und warten auf die Fähre. Als die dann endlich anlegt und all die geladenen Autos ausspukt können wir an Board.

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Motorräder werden als erste eingeladen, und so haben wir einen schönen Sitzplatz im Fährcafe. Wir essen und trinken und warten auf Korsika.
Die Fahrt dauert gute 4 Stunden und als gegen 18:00 Uhr Korsika immer näher kommt sehen wir zum ersten mal die Schönheit der Insel.OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Nach dem anlegen geht es ca. 30km nach Norden auf einen Campingplatz wo wir bei Bier und Dosengulasch bald das Bett aufstellten und früh schlafen gehen.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Unser Lager sieht am 1. Tag noch extrem Chaotisch aus, was sich aber im Laufe der Reise ändern wird.

Tag 3. Sonntag Cap Corse – der Zeigefinger Korsikas

Jetzt knapp 1 1/2 Jahre nach der Reise das letzte Update.

Die Reise ist schon zu lange her um noch jeden Tag einzeln zu behandeln.

Ich werde trotzdem meine Gedanken zu den 10 Tagen des Korsika Trips hier auf virtuelles Papier bringen.

Wir haben gemeinsam die Insel an 6 Fahrtagen erkundet. Korsika ist eine Insel voller Kurven. Die längste Gerade ist mit Garantie eine Kurve. Es ist ziemlich egal ob man Korsika mit einer 1200er oder einer 125er „erfährt“. Wir sahen auch sehr viele Campingwägen und Radfahrer.
Die Insel verändert sich alle paar Kilometer und hinter jeder Kurve hat man einen neuen gewaltigen Ausblick.
Wir haben gemeinsam 3 mal das Basislager verlegt. Auf dem 1. Campingplatz waren wir nur einen Nacht. Wir zogen weiter über das Cape Corse nach  Corbara, zum Camping Le Bodri. Dort bauten wir unser Lager auf.
Campen ist auf Korsika nicht mal so teuer. Aber die Preise für Bier sind gesalzen. Für 0,25l Pietra Bier, also das Korsische Bier haben wir in der Strandbar 3€ bezahlt. Im Supermarkt hingegen fast ein Geschenk. Die Dose „nur“ €2,-

Nichtsdestotrotz haben wir die Zeit genossen.

Nach 2 Nächten am Camping Le Bodri zogen wir weiter zu einem weiteren tollen Campingplatz dem Camping U Prunelli.
Camping mit Pool und Gemeinschaftsgriller. Und soweit ich mich noch erinnere gibt es Mietkühlschränke.
Von dort aus haben wir natürlich wieder einen Tag lang die Insel erkundet. In einem kleinen „Straßencafe“ oder evtl. war es auch eine „Würstelbude“ haben wir Station gemacht und einen tollen Salat mit etwas Schinken und Käse gegessen. Kostenpunkt 14€.
Am Abend des 2. Tages haben wir den Grill angeschmissen und es gab lecker Lungenbraten im Speckmantel und als Nachspeise gegrilltes Obst.
Für mich war es die letzte Nacht auf Korsika.
Ich kaufte mir für Freitag Frühmorgens eine Fährkarte nach Nizza. Von dort sollte meine Reise alleine weiter gehen um über Monaco die Seealpen und einige Schotterstraßen unter die Räder zu nehmen.

Um 0600 ging die Fahrt nach Nizza los. Also ich den Campingplatz verließ haben meine Freunde noch geschlafen. Die Fahrt nach Nizza dauerte gute 6 Stunden. Ich habe mir in den Gängen des Schiffes einen ruhigen Platz gesucht und einen Teil der Überfahrt verschlafen.

Es war kurz vor 2 als ich den Hafen von Nizza verließ und ich mir einbildete ich muss nach Monte Carlo fahren um eine Runde auf der Formel 1 Strecke zu drehen. Ca. 4 Stunden brauchte ich um die Runde an der Cote d’Azur und die Fahrt durch Monte Carlo zu beenden.

Endlich raus aus dem Verkehrs Chaos ging es in die Berge zum berühmten Fort Central.

Eigentlich wollte ich den Tendepass fahren, der aber war gesperrt.  Oben angekommen habe ich meinen Plan dort zu campen verworfen. Ich hatte Angst es könnte in der Nacht zu kalt werden. Außerdem fing es schon leicht an zu dämmern. Also Plan B – in Limone zum Campingplatz. Dort angekommen überlegte ich es mir anders und fuhr zur nächsten Ortschaft weiter.
Schnell ein Zimmer gecheckt und Pasta mit Tomatensauce und ein paar Bier zum Abendessen.

Am nächsten Morgen, es war Samstag, gestärkt durch ein tolles Frühstück ging es weiter.
Jetzt sollten die Highlight meiner Reise kommen.

1. Highlight: Col de la Lombarde;

dann ging es den ganzen Tag so weiter.

Isola 2000

Col de la Bonette mit dem Cime de la Bonette, dem höchsten Pass der Europäischen Alpen.

Caserne de Restefond 

Col du Parpaillon, das war eine Richtige Herausforderung.  Anfahrt über anfänglich noch Asphalt der zum Schluß groben Schotter weichen muss und nach der Tunnel durchfahrt in einem lemigen Untergrund übergeht. 42km Abenteuer pur.

Vorbei an Briançon einer Mittelalterlichen Stadt.

Das Tagesziel, der Campingplatz Grand Bosco liegt nur mehr 35km vor mir.

Eingecheckt und Platz ausgesucht. Dabei gleich die netten Nachbarn kennen gelernt. Dirk und Petra, ein Paar aus Köln und Steffen der wie ich alleine unterwegs ist und aus der Ecke Berlin ist.
Schnell Zelt aufgebaut und nach Oulx um einzukaufen. Keine Kühlgelegenheit, also kein Bier sondern Rotwein.  Später am Abend kam noch Jürgen mit seinem Wohnwagen zu uns.
Gut das Petra eine zweite Flasche hatte. Zu zweit haben wir 3 Flaschen gekippt und dementsprechend gut geschlafen.
Nach Kaffee und Brötchen ging es spät los.
Um 11Uhr starteten wir Richtung Assietta-Kammstraße  und fuhren über den Colle delle Finestre. Gefühlte 80km feinster Schotter. Kein Kilometer unter 2000m über dem Meer.
Atemberaubende Aussicht, nach jeder Kurve ein neuer Berg in Sicht, strahlend blauer Himmel.
Einer meiner schönsten Motorradtagen. Ein Erlebnis das ich nie vergessen werde.

Am nächsten Morgen stand der Col du Sommeiller auf dem Plan. Aber das Wetter war für mich nicht gut genug, also packte ich meine 7 Sachen und machte mich auf den Weg nach Hause. Ich programmierte das Navi mit der Heimatadresse und fuhr einfach drauflos.
Plan war mal Richtung Stilfserjoch und dann schaun mer mal.
Vorbei an irgendeinen Laggo ging es nach Bormio und dann endlich auf das berühmte Stilfserjoch.  In den letzten 4 Tagen habe ich das who is who der Pässe befahren. Unten angekommen hab ich dann mal nach einem Zimmer gesucht, aber die Preise von €60,- aufwärts für eine Nacht hat mich abgeschreckt. Also mal dem Navi Richtung Heimat gefolgt. Vorbei am Reschensee mit der versunkenen Kirche über den Reschenpass. Jetzt kam auch noch Regen ins Spiel. Was soll ich machen?
Kurz überlegt, das Regengewand angezogen und die letzten 400km auf der Autobahn abgespult. Und das trocken, weil als ich das Regengewand angezogen habe der Regen aufhörte.
Um 3Uhr Morgens war ich zu Hause mit knapp über 1000km Tagesetappe der längste Fahrtag meines Lebens.

Fazit: Korsika; eine Insel der Kurven die man unbedingt mal gesehen haben sollte.
Seealpen bzw. die Reise alleine. Alles Richtig gemacht. Alleine bleibt man nie. Jederzeit wieder.

Tag 1 der Reise

Da wir komplett durchorganisiert sind haben wir uns natürlich bei jenem mitreisenden getroffen, der dem Ziel Kroatien am nächsten ist.
Nach einigen Umwegen wegen einer Baustelle und einem kleinen Navigationsproblem erreichten wir mit knapp 2 Stunden Verspätung den geplanten 1. Rastpunkt.

Geplant war die Fahrt von Purgstall – Admont – Triebener Tauern – Turracher Höhe – Villach – Wurzenpass – Kranjska Gora – Mangart – Bovec

Man kann behaupten, dass ab Admont mit der Fahrt über Kaiserau Richtung Triebener Tauern der Urlaub begann. Die Strecke ist absolut sehens- und fahrenswert.
Die Straße über die Turracher Höhe (1795 m. ü. A.) war viele Jahre mit maximal 34 Prozent Steigung als steilste Straße in Europa bekannt. Mittlerweile wurde sie entschärft und weist an der steilsten Stelle auf Kärntner Seite „nur“ noch 23 Prozent auf.

Dem Ossiachersee entlang erreichten wir am Nachmittag den geplanten Tankstopp in Villach. Da der Wurzenpass aufgrund von Holzschlägerungsarbeiten gesperrt war, mussten wir einen Umweg über Italien in Kauf nehmen und erreichten mit weiteren 30 Minuten zusätzlich Karnjska Gora.
Der Vrsic Pass wartete auf uns. Die 50 Kehren bestehen im nördlichen Teil der Passstraße teilweise aus Kopfsteinpflaster. Spektakuläre Straße und nicht einfach zu fahren. Schwierigkeitsgrad (nach Denzel)     SG 2-3

Die von mir gewünschte Auffahrt zum Mangart ließen wir bleiben, weil 5 von 7 nicht mehr wollten.
Also haben wir uns in Bovec ein Quartier gesucht und bei ein paar Bieren den Tag Revue passieren lassen.

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Über die Slowenische Grenzkammstraße

Tag 2:

Noch vor dem Frühstück, um 7:00 Uhr versuchten mein Cousin und ich den Mangart zu erklimmen. Leider mussten wir das Vorhaben abbrechen, da es kein durchkommen durch den Schnee gab.

Mangart

Nach dem mehr als ausreichendem Frühstück fuhren wir die Slowenische Grenzkammstraße die im 1. Weltkrieg sehr umkämpft war. Noch heute kann man frühere Stellungen besichtigen. Die Aussicht ins Soca-Tal ist unbeschreiblich. Kleine Straßen und so gut wie kein Verkehr lassen den Grenzbereich zwischen Slowenien und Italien unvergesslich werden. Vorbei an kleinen Dörfern und immer wieder der geniale Ausblick ins Soca-Tal sorgen für Kurzweil. Eine Strecke die man getrost auch mit Straßenbereifung in Angriff nehmen kann.

Aufgrund eines Navigationsfehler mussten wir einige km Umweg in Kauf nehmen und über Italien fahren. Das gleich 2 mal. Im weiteren Verlauf der Fahrt war eine Straße gesperrt und wir suchten eine alternative. Diese führte uns über eine Schotterstraße zuerst den Berg hoch und dann spektakulär wieder runter. Als Leitschienen diente eine gespannte Schnur mit farbigen Wimpeln gespannt zwischen einigen Steinen und Betonklötzen.

Um verlorene Zeit aufzuholen entschlossen wir einige Wegpunkte auszulassen und wählten den direkten Weg bis zur Küste. Das letzte Stück zur Küste spulten wir auf der Autobahn ab.

Als wir bei Opatija dann auf die Küstenstraße wechselten genossen wir jeden Augenblick. Wir haben unser Ziel die Kroatische Küste erreicht. Mit einem unbeschreiblichen Gefühl ging die Fahrt in die nicht mehr so einsame Bucht von Brseč.
Mit der Fähre ging es auf die Insel Cres wo wir die 2. Nacht der Reise in Beli verbrachten. In der Nähe des Campingplatzes von Beli gibt es ein kleines Lokal mit dem schnellsten Koch Kroatiens. Der zauberte innerhalb kürzester Zeit 7 leckere Speisen. Vollgefressen war nach einigen Bieren Nachtruhe. Bis es um 5:00 Uhr Morgens zu regnen begann und wir unser Sachen in Sicherheit brachten.

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