Da wir komplett durchorganisiert sind haben wir uns natürlich bei jenem mitreisenden getroffen, der dem Ziel Kroatien am nächsten ist.
Nach einigen Umwegen wegen einer Baustelle und einem kleinen Navigationsproblem erreichten wir mit knapp 2 Stunden Verspätung den geplanten 1. Rastpunkt.
Geplant war die Fahrt von Purgstall – Admont – Triebener Tauern – Turracher Höhe – Villach – Wurzenpass – Kranjska Gora – Mangart – Bovec
Man kann behaupten, dass ab Admont mit der Fahrt über Kaiserau Richtung Triebener Tauern der Urlaub begann. Die Strecke ist absolut sehens- und fahrenswert.
Die Straße über die Turracher Höhe (1795 m. ü. A.) war viele Jahre mit maximal 34 Prozent Steigung als steilste Straße in Europa bekannt. Mittlerweile wurde sie entschärft und weist an der steilsten Stelle auf Kärntner Seite “nur” noch 23 Prozent auf.
Dem Ossiachersee entlang erreichten wir am Nachmittag den geplanten Tankstopp in Villach. Da der Wurzenpass aufgrund von Holzschlägerungsarbeiten gesperrt war, mussten wir einen Umweg über Italien in Kauf nehmen und erreichten mit weiteren 30 Minuten zusätzlich Karnjska Gora.
Der Vrsic Pass wartete auf uns. Die 50 Kehren bestehen im nördlichen Teil der Passstraße teilweise aus Kopfsteinpflaster. Spektakuläre Straße und nicht einfach zu fahren. Schwierigkeitsgrad (nach Denzel) SG 2-3

Die von mir gewünschte Auffahrt zum Mangart ließen wir bleiben, weil 5 von 7 nicht mehr wollten.
Also haben wir uns in Bovec ein Quartier gesucht und bei ein paar Bieren den Tag Revue passieren lassen.















Fährstation und blieben dabei so weit es geht auf der dem Meer am nächsten gelegenen Straße. Manchmal dachten wir, wir befinden uns auf dem Fußgängerweg.
Nach der 2. Nacht bei Dalija auf der Insel Rab machten wir uns früh Morgens auf den Weg zur Fähre um auf das Festland zu übersetzen.
Wir fuhren also zur Fähre und übersetzten auf das Festland. An der kurz nach dem Fährhafen an der Magistrala liegenden Tankstelle wurde getankt und Öl nachgefüllt. Die Fahrt ging dann wie geplant Richtung Velebit-Gebirge. Ich wollte eigentlich noch etwas nach Süden, wurde aber von meinen Freunden überstimmt. Also auf nach Norden.
Zur Mittagszeit fanden wir eine sehr sehr Ursprüngliche Konoba in der wir natürlich einkehren mussten. Gestärkt mit einer Tasse Kaffee ging die Fahrt weiter. Begleitet von abwechselnd Sonnenschein und Regen.
Immer den Regen im Nacken fuhren wir ohne große Pausen immer weiter. Der Weg bis zum Seebergsattel, an dessen Fuß wir uns dann doch einen Kaffee genehmigten, war nicht sonderlich reizvoll.
In Bad Eisenkappel angekommen verspeisten wir unseren Proviant direkt aus den Koffern und beschlossen das GTI Treffen bleiben zu lassen und einfach soweit es geht Richtung Heimat zu fahren.
Als bei Wolfsberg St. Michael angeschrieben war, stellten wir fest, das wir ein anderes St. Michael suchten. Als wir bei der dortigen Feuerwehr kehrt machten, kam ein Florianijünger auf uns zu und wir plauderten kurz. Eine Einlandung zu einem Getränk in der Feuerwache mussten wir ablehnen, da wir alle der Meinung waren dass das nicht nüchtern ausgehen kann. Mit einer Wegbeschreibung ging die Reise weiter Richtung Zeltweg, wo wir kurz an einem Würstelstand Rast machten und uns stärkten. Als wir Trofaiach erreichten, fanden wir auch ohne Hilfsmittel den Weg und stoppten erst wieder als wir in Mooslandl ankamen. Dort auf ein Getränk in die Avia Tankstelle. Die Vernunft siegte als wir überlegten ob wir nicht hier unser Nachtlager aufschlagen. Die Unterhaltung mit den Eingeborenen war mehr als lustig und gesellig.