Großglockner, oder auch der frühe Vogel fängt den Wurm.

Fast etwas ungewöhnlich, fahren wir pünktlich um 9:00 Uhr los.

Ich, (Martin) als der Navigator, Gernot in der Mitte, Pitza als Schlusslicht. Mit dem Schlusslicht bin ich über das Interkom verbunden. Das funktioniert hervorragend und ist praktisch beim überholen.

Wir fahren über Palfau, Groß Reifling, Admont, Kaiserau bis wir im Gasthaus Leban in Möderbrugg nach 140km den ersten Stopp machen.
Nach kurzer Pause bei ein paar Pizzastücken geht es weiter über Judenburg und dem Obdacher Sattel ins Lavanttal wo wir den ersten echten Leckerbissen „erfahren“ und die Saualm unter die Räder nehmen.
Wir fahren hoch bis kurz vor die Wolfsbergerhütte. Dort stoppt uns eine Fahrverbotstafel. Ein Eingeborener rät uns das Verbot nicht zu ernst zu nehmen und wir sollen ruhig rauffahren.
Oben werden wir herzlich von Richi, dem Hüttenwirt empfangen und stärken uns mit Suppe und Schweinsbraten.

Die Wolfsbergerhütte, absolute Empfehlung trotz Fahrverbotstafel.

Es ist 15:00 Uhr als wir die Hütte verlassen. Jetzt heißt das Ziel ohne große Umwege zum Glockner.
Durch das Gurktal fahren wir zum letzten Stop nach Millstatt. Nach der Kaffeepause am MillstätterMeer lassen wir unsere Mopeds etwas flotter fliegen und erreichen 1 Minute nach der eigentlichen Öffnungszeit die Mautstation in Heiligenblut.
Die nette Mitarbeiterin machte für uns die Kasse nochmals auf und wir fahren zu unserem Nachtlager ins Wallackhaus.

Obwohl die Küche schon geschlossen bekommen wir eine Jause serviert von der eigentlich doppelt so viele Personen hätten satt werden können.
Auf Empfehlung der netten Kellnerin, gehen wir früh zu Bett, weil wir um 5:00 Uhr morgens schon auf der Edelweißspitze sein wollen um den Sonnenaufgang zu genießen.


Also schnell schlafen weil um 4:45 Uhr ist Abfahrt zur 10 km entfernen Edelweißspitze, dem höchsten Punkt des Glocknergebietes auf 2571m

Nur noch die Sitzbank vom Eis befreien und los geht´s. Wir sind nicht die ersten. Mit rund 10 Personen genießen wir die Ruhe und den sensationellen Sonnenaufgang bei absoluten Wolkenlosen Himmel.

Nach der „Morgensport“ Runde ging es nochmal für eine Stunde ins Bett. Nach dem gutem Frühstück geht die Fahrt nun entgültig über den Glockner in Richtung Norden. Es ist 9:30 Uhr und es ist die Hölle los. Uns kommen geschätzt 200 Radfahrer entgegen und eine große Gruppe Mopedfahrer auf Puch Maxis, Stangl Puchs, Cobras, Monzas und alles was man halt so kennt aus den 70er und 80er Jahren.
Dazu noch viele Motorradfahrer von denen einige die Straße mit einer Rennstrecke verwechseln.
Also immer aufpassen und die Mittellinie meiden, weil ja oft besetzt.

Gernot auf seiner neuen Tenere 700 hat die Führung am heutigen Tag über.
Wir fahren am Zeller See vorbei über den Hochkönig und wollen Mittagessen in Hallstatt weil ja die Chinesen alle zu Hause sind.
ABER. Ganz Österreich ist in Hallstatt und wir machen Mittag in der Nachbar Ortschaft in Obertraun beim Höllwirt. Sehr zu empfehlen.

Schnelle Fahrt nach Liezen und am Pyhrnpass den Kilometerstand 88.888,8 bei der Africa Twin mit einer schnellen Föhre gefeiert.

Danach auf relativ direktem Heimweg nach Purgstall, wo wir beim „Asphaltwirt“ nach ziemlich genau 900km (inkl. Morgensport) die fantastische Tour beenden.

Fazit: Alles Richtig gemacht. Wer in der Nähe der Saualm ist sollte unbedingt auf die Wolfsbergerhütte fahren. Das Wallackhaus ist für eine Übernachtung am Glockner eine sehr gute Adresse. So kann man schon in den frühen Morgenstunden die Glocknerstraße alleine genießen.
Wird sicherlich wiederholt!

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Auf Schotter durch Wald- und Wein4tel

Die erste gemeinsame Ausfahrt einiger Bandenmitglieder führt uns durch das Wald- und Weinviertel.

Treffpunkt ist eine Tankstelle in Wieselburg, wo für Leib und Maschine getankt wird. Nach kurzem kennenlernen des „Neuen“, ein sympatischer Africa Twin Fahrer, geht es pünktlich los.
13:25Uhr ist es als sich 7 Mann in Richtung Wald4tel aufmachen. Die Fahrt geht von Wieselburg – St. Leonhard/Forst – über den schön kurvigen Hiesberg – Loosdorf – Maria Langegg – Auf dem 1. Schotter zur Donau sprich Mitterarnsdorf zum ersten Halt.

Auf der Fähre angekommen sind aber nur mehr 3 Personen. Wo ist der Rest?
Einer der Mitfahrer hat sein Kennzeichen verloren und kehrt um.
Die restlichen 3 kommen noch pünktlich vor dem ablegen auf die Fähre nach Spitz.
4€ pro Motorrad sind mit Stand 2020 zu bezahlen.

Weiter geht die Fahrt. Kleine Menschenleere Straßen und Schotterwege wechseln sich ab.
Spitz – Habruck – Mühldorf – Münichreith – Lichtenau – Gföhl – Schiltern

Leider befinden wir uns gerade noch in der schwierigen Corona Zeit und alle Gasthäuser und Heurigen haben noch geschlossen. Ansonsten könnte man hier gut einkehren und den Durst und Hunger stillen.
Bis jetzt sind alle mit der Streckenführung zufrieden, die ich über mein NaviApp „Calimoto“ gefunden habe und auch navigiere.

Wir fahren über kleine Güterwege und einige Schotterpassagen nun Richtung Langenlois und können uns endlich an einer Tankstelle eine kurze Pause genehmigen. Die Uhr zeigt schon 18:00Uhr und ich verlasse die geplante Route um auf relativ einfachen Weg nach Hause zu kommen.

Beim obligatorischen Abschluss Bier in meinem Garten werden schon die nächsten Pläne für gemeinsame Unternehmungen geschmiedet.

Fazit: Wer seine Reiseenduro artgerecht bewegen will, sollte – nein MUSS – die Strecke unbedingt nachfahren.
ABER: Nicht Hirnlos durch den Wald brettern, weil sonst werden diese schönen Strecken mit Sicherheit bald für uns Motorrad Fahrer gesperrt.

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